Was bedeutet Vegan und ist diese Philosophie sinnvoll?

Ursprünglich veröffentlicht auf EatMovePlay:
Was bedeutet Vegan? Vegan lebende Menschen vermeiden alle Produkte, die aus oder mithilfe tierischer Substanzen hergestellt wurden oder auch vorher an Tieren getestet worden sind. Das bedeutet bezüglich auf Lebensmitteln, dass sie sich rein…

Lebewesen mit einer eigenen Geschichte

Ein toller Beitrag, der kurz und knapp genau meine Gedanken und Gefühle zusammenfasst.

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KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA„Für mich sind Tiere Lebewesen mit Gefühlen, mit einer eigenen Geschichte, mit einer Seele. Da konnte ich Fleisch irgendwann nicht mehr essen.“

Heike Makatsch

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Eisenmangel?

Als Vegetarier oder Veganer muss man leider (!) darauf achten, dass man genug Eisen zu sich nimmt.

Für mich eine völlig neue Erfahrung. 

Ich habe mich schlau gemacht und Lebensmittel, die viel Eisen enthalten sind z.B.

  • Sesam
  • Kürbiskerne
  • Hülsenfrüchte: Bohnen, Kichererbsen, Linsen
  • Quinoa, Amaranth, Hirse
  • Haferflocken
  • getrocknete Aprikosen
  • Pfifferlinge, Steinpilze
  • Mohn
  • Hühnereigelb 
  • Brokkoli

Ein schnelles Beispiel für eine schnelle, gesunde und dabei eisenhaltige Mahlzeit ist die Marokko-Pfanne.

Doch warum sollten wir auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen durch unsere Ernährung achten? 

Die Antwort: Eisenmangel kann u.a. zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, innerer Unruhe und Konzentrationsstörungen führen und/oder zu einem erhöhten Kälteempfinden sowie Erkältungskrankheiten führen.

TK-Gemüse selbst gemacht

Mein Tipp, gerade für asiatische Küche oder wenn es schnell gehen soll, man aber auf frische Küche nicht verzichten möchte:

Gemüse waschen, putzen und je nach Sorte in Würfel, Ringe oder Stücke schneiden und im Zippbeutel einfrieren.

So habt ihr immer frisches Gemüse griffbereit. Und zu kaufen gibt es ja auch nicht alles eingefroren.  

Bspw. verwende ich das gerne für Thaicurry.

Paleo vs. Clean Eating

Paleo, das hört man zur Zeit überall.

Die gute Nachricht ist, man kann damit prima abnehmen, da man sich nahezu kohlenhydratarm ernährt.

Die schlechte Nachricht jedoch ist, man muss auf vieles verzichten und seine Ernährung komplett umstellen.

Für Vegetarier und Veganer ist dieser Ernährungstrend nicht geeignet.

Menschen mit Laktose- oder Glutenunverträglichkeit hingegen sind klare Zielgruppen von Paleo.


Der Begriff „Paleo“ kommt vom „Paläontologie“. Diese Ernährungsweise wird daher auch als „Steinzeiternährung“ bezeichnet.

Wie beim Clean Eating verzichtet man dabei auf

  • stark verarbeitete pflanzliche Fette
  • Weißmehlprodukte
  • Zucker
  • künstliche Zusatzstoffe

Hinzu kommt jedoch noch der Verzicht auf jegliche

  • Getreideprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Milchprodukte

Dafür stehen

  • Gemüse (aber nur Sorten, die wenig Stärke enthalten, also bspw. keine (Süß-)Kartoffeln)
  • Fleisch
  • Fisch & Meeresfrüchte
  • Eier
  • Obst (aber am besten nur Sorten, die wenig Zucker enthalten, wie bspw. Beeren)
  • Nüsse und Samen (aber nicht mehr als eine Handvoll pro Tag)
  • Öle & Fette (wobei hier bspw. auch Schmalz und Speck dazu zählen)
  • Kräuter & Gewürze
  • Getränke ohne Zucker, Zusatz- oder Süßstoffe

Auf Kaffee und Alkohol wird wie bei der cleanen Ernährungsweise im besten Fall komplett verzichtet.

Super ist auch, dass Eier und Fleischprodukte von freilaufenden bzw. Weidetieren stammen sollten sowie Fisch wildgefangen sein sollte. Die minimale Anforderung jedoch ist Bio-Qualität. Dafür: Daumen hoch!

Der Konsum tierischer Nahrungsmittel hat einen extrem hohen Anteil an der Paleo-Ernährung, was dem Clean Eating-Konzept und einer (vornehmend) vegetarischen und veganen Ernährungsweise widerspricht.


Mein Fazit:

Obwohl Paleo einige Gemeinsamkeiten mit Clean Eating hat, würde ich von einer langfristigen Umstellung auf Paleo abraten.

Die Gründe dafür sind

  1. Paleo ist eine richtige Diät, bei der man sich sehr einschränken muss.
  2. Bei Paleo verzichtet man auf jegliche Getreide- und Milchprodukte sowie Hülsenfrüchte.
  3. Die Basis von Paleo bilden tierische Produkte.

Im Übrigen wisst ihr ja, dass ich mich weder komplett clean noch vegan oder vegetarisch ernähre. Im Endeffekt ist doch ein gesunder Mix entscheidend. Paleo kann genauso wie Clean Eating sehr lecker sein.

Wenn ich mich unter der Woche gesund ernähre und am Wochenende bei meinem Lieblingsitaliener eine Pizza esse und ein Gläschen Wein trinke, werde ich nicht direkt tot umfallen… 😉 Und ihr auch nicht 😀

Meine ganz individuelle Ernährungsphilosophie

Ich bin weder Vegetarierin noch Veganerin, ich esse Fleisch und Fisch, wenn auch nur sehr selten.

Ich esse keine „Kinder“, sprich weder Lamm- noch Kalbsfleisch. Ich esse keine Innereien und auch nur fettarmes Fleisch, fettiges Fleisch mag ich nicht.

In Hinblick auf meine Gesundheit, meine Figur und meine Liebe zu Tieren würde ich mich gerne vollständig clean und vegan ernähren, doch auch ich habe diesen allseits bekannten inneren Schweinehund und gerade beim Essen ist der ziemlich hartnäckig.


Ich liebe Milka Toffee Schokolade und Daim Eis, ich liebe Snickers und Twix, Nussschnecken, Donauwelle und Nutella und Schokoladeneis und und und…

Ich liebe Gerichte mit Hackfleisch, schon seit ich klein bin. Ich liebe Fleischküchlein, Lasagne, Spaghetti Bolognese, Burger, Bratwürstchen und Tortillas mit Chili con carne.

Ich liebe Pizza und Nudeln in jeglicher Form.

Ich liebe Espresso mit braunem Zucker.

Und ich liebe Rotwein, Likör 43 auf Eis und Caipirinha.


Es würde meinem Leben jeglichen Genuss nehmen, auf all das für immer zu verzichten. So ehrlich bin ich mir selbst gegenüber – auch wenn ich weiß, dass es teilweise sehr ungesund und schlecht für meine Figur ist und ich noch dazu Tiere über alles liebe.

Deshalb ist es mir umso wichtiger, bewusst zu leben.


Das bedeutet für mich folgendes in Maßen und bewusst zu genießen:

  • Süßes
  • Fleisch (und dabei auf regionale Herkunft aus artgerechter Tierhaltung zu achten)
  • Lebensmittel voller ungesunder Fette und Kohlenhydrate wie Pizza oder Burger
  • Espresso
  • Alkohol

Ansonsten versuche ich mich im Alltag so gesund, vegan und clean wie möglich zu ernähren. Deshalb findet ihr auch hauptsächlich vegane und/oder cleane Rezepte in meinem Blog.


Zum Thema „glutenfrei“ möchte ich noch etwas ergänzen: Leider hat meine Schwester seit ihrer Kindheit eine Glutenunverträglichkeit, sprich Zöliakie.

Daher bin ich schon lange sehr sensibel, was die Zusammensetzung unserer Lebensmittel betrifft. Wir ahnen gar nicht, was alles in verarbeiteten Lebensmitteln steckt…

Daher ist das cleane Ernährungskonzept meist auch perfekt für Menschen mit Zöliakie geeignet.

Meine glutenfreien Rezeptideen findet ihr hier.

Clean Eating

Was ist Clean Eating?

Clean Eating bedeutet, sich von natürlichen und möglichst unverarbeiteten Lebensmittel zu ernähren. Gleichzeitig verzichtet man dabei auf industriell gefertigte und stark verarbeitete Nahrungsmittel wie Fertiggerichte oder Fast Food.

Clean Eating ist keine Diät. Wer sich also verspricht, dadurch schnell viel abzunehmen, den muss ich leider enttäuschen. Clean Eating ist eine Lebenseinstellung, sich dauerhaft natürlich und ursprünglich zu ernähren.


Clean Eating  – Do’s

1. Trinke täglich mindestens 2 bis 3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee!

2. Frühstücke jeden Morgen! Das gibt dir Energie für den Tag und kurbelt deinen Stoffwechsel an.

3. Iss 5 bis 6 kleine Mahlzeiten pro Tag! So kannst du den Heißhunger überlisten und dein Stoffwechsel bleibt aktiv. Natürlich solltest du nur normale Portionen essen und dich nicht überessen.

4. Achte auf eine ausgewogene Ernährung! Entscheide dich für eine Kombination aus

  • guten Fetten (z.B. Nüsse, Avocado oder Pflanzenöl),
  • langkettigen, langsam verdaulichen Kohlenhydraten (z.B. Haferflocken, Hirse oder Quinoa) sowie
  • wertvollen Proteinen (z.B. Bohnen oder Linsen).

Esse jeden Tag frisches Obst und Gemüse (am besten regional und saisonal) und runde dein Essen mit frischen Kräutern und Gewürzen ab.

5. Iss möglichst natürliche, vollwertige, möglichst unverarbeitete Lebensmittel!

Lies dir daher die Inhaltsangaben beim Kauf von verarbeiteten Lebensmitteln genau durch. Umso weniger Inhaltsstoffe auf der Verpackung stehen, umso besser. Wenig verarbeitete Produkte wie bspw. Dinkelvollkornnudeln, griechischer Joghurt oder Schafskäse sind nämlich durchaus erlaubt.


Clean Eating – Dont’s

1. Verzichte auf stark verarbeitet Nahrungsmittel und künstliche Zusätze!

Umso länger die Zutatenliste eines Lebensmittels ist, umso stärker verarbeitet ist das Produkt.

Auf Lebensmittel, die Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Lebenmittelfarbe enthalten, solltest du in jedem Fall verzichten.

2. Vermeide leere Kalorien wie bspw. Weißmehl oder Zucker. Das gilt auch für zuckerhaltige Getränke sowie Nahrungsmittel und Getränke, die Süßstoffe enthalten.

3. Verzichte auf ungesunde Fette wie sie bspw. in Chips, frittierten Lebensmitteln, Fast Food oder Fertiggerichten enthalten sind!

4. Verzichte auf Alkohol bzw. trinke ihn nur zu besonderen Anlässen!